Jährlich fallen in Europa mehrere Millionen Tonnen Ausbauasphalt sowie
Fräsgut an und darf in Deutschland, so ist es durch das Kreislaufwirtschafts-
gesetz (
KrwG) festgeschrieben, nicht deponiert und muss
somit wiederverwertet werden. Das gilt sowohl für unbelasteten als auch für pechhaltigen Straßenaufbruch, wobei bei Verwendung von letzterem ge-
sonderte Regelungen zu beachten sind.

Ein Großteil des anfallenden Ausbauasphalts wird bereits seit vielen Jahren
in Tragschichten wiederverwertet. Das
KrwG schreibt zwingend vor,
dass die wiedergewonnenen Baustoffe nur in den Schichten zum Einsatz
kommen, in denen die höchstmögliche Wertschöpfung erreicht wird.
Um hierbei den Qualitätsstandard nicht negativ zu beeinflussen, sind beim
Einsatz von Ausbauasphalt in den "höherliegenden, hochwertigeren"
Schichten einige Rahmenbedingungen zu beachten, um die Gleichwertigkeit
dieser Asphaltbeläge zu denen ohne Ausbauasphalt zu gewährleisten.

Seit 1983 wird im Baubereich der
Freien- und Hansestadt Hamburg Ausbau-
asphalt wiederverwendet.
Die positiven Erfahrungen mit der Wiederverwendung führten daher bereits
1992 zur Zulassung von geeignetem Fräsgut, mit einem Anteil von 20 M.-% in
Bindermischgut und 15 M.-% in Deckschichtenmischgut.
Einwandfreie Qualität über einen Zeitraum von 4 Jahren führte dann 1996
zur Zulassung von 20 M.-% Ausbauasphalt, auch in Hochstandfeste Asphalt-
binder für die Bauklassen SV I bis II sowie Bauklasse III mit besonderen
Beanspruchungen.
Diese Mischgutart wird heute mit PmB 25 hergestellt und ist seit 1983 in
Hamburg Regelwerk ZTV/St Hmb. enthalten.

Der Grundsatz, dass Asphaltmischgut unter Zugabe von Ausbauasphalt
technisch gleichwertig sein muss, erfordert letzlich gleiche Polymergehalte
im resultierenden Asphalt.
Die Bindemittelindustrie hat sich dieser Herausforderung gestellt und
RC-Bindemittelkomponenten für die Wiederverwendung entwickelt. Mit
diesen Produkten ist es möglich, bis zu 20 M.-% nicht modifiziertes Bindemittel
aus dem Asphaltgranulat einzusetzen, was in Hamburg sämtlichen Mischgut-
produzenten über einen Zeitraum von mittlerweile 8 Jahren auch eindrucks-
voll gelungen ist.
Nicht nur die erzielten Ergebnisse im Spurbildungstest der Eignungs-
prüfungen, sondern insbesondere auch die Prüfwerte der Kontrollprüfungen
an 30iger Bohrkernen führten zu einwandfreien Resultaten.

Seit 2005 hat die positive Entwicklung zu weiteren Entwicklungen von neuen
polymermodifizierten Bindemitteln geführt, die nun die Wiederverwendung
bis 40 M.-% Ausbauasphalt ermöglichen.

Brech- u. Siebanlage Fräse_2