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1992

Gutachterliche Stellungnahme (Auszüge) Nr. 2402/92, über Kontrolluntersuchungen der Zusammensetzung und der technischen Eigenschaften an Mischgutproben (Nordlabor Pinneberg, Dr. Ing Ehlers).

Aufgabenstellung:

Der Verein zur sinnvollen Verwendung von Ausbauasphalt und Straßenaufbruch unter Berücksichtigung der Umweltschutzbelange e. V. (VSVA) hat die Firma Nordlabor GmbH beauftragt, Kontrolluntersuchungen der Zusammensetzung und der technischen Eigenschaften an Mischgutproben durchzuführen, die mit unterschiedlichen Zugabemengen  Ausbauasphalt an insgesamt 4 Mischanlagen hergestellt wurden. Im Einzelnen wurden nachfolgend aufgeführte Proben untersucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 1: Zusammenstellung der untersuchten Asphaltgemische

Anforderungen an Asphaltbinder 0/22 mm:

Die Anforderungen an Asphaltbinder sind in den „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Fahrbahndecken aus Asphalt“ (ZTVbit–StB 84), Fassung 1990, Tabelle 2.1 und in den „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Straßenbauarbeiten in Hamburg“ (Entwurf) ZTV/St-Hmb. 92 (Entwurf), Punkt 5 und Tafel 2 aufgeführt. Unter Punkt 5.6 der ZTV/St-Hmb. 92 (Entwurf) wird ausgeführt, dass Ausbauasphalt als Fräsasphalt bei nicht hochstandfestem Bindermischgut in einem Anteil von höchstens 25 Gew.-% am Mineralstoffgemisch zugegeben werden kann.

Zusammenfassung und Schlussfolgerung:

An insgesamt 4 Mischgutsorten Asphaltbinder 0/22 mit bis zu 40 % Zugabe von Ausbauasphalt von 4 Mischanlagen wurden im Nordlabor Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Parallel zu diesen Untersuchungen sind an im Labor hergestellten Probeplatten Spurrinnenversuche im Hansa Bau Labor durchgeführt worden.

Zusammenfassend lassen sich folgende Ergebnisse feststellen:

  1. Die Anforderungen gemäß ZTVbit-StB 84 und ZTV/St-Hmb. 92 (Entwurf) an die Zusammensetzung und an die technischen Eigenschaften an Marshallkörpern aus Asphaltgemischen mit bis zu 40 Gew.-% Ausbauasphalt für Asphaltbinder 0/22 mm konnten nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen erfüllt werden.
  2. Die Anforderungen an die höchstzulässige Spurrinnentiefe für hochfeststandfeste Binderschichten konnten bis zu einer Zugabemenge von 30 Gew.-% im Mittel über alle Mischanlagen erfüllt werden.

Aus diesen Feststellungen kann die Empfehlung abgeleitet werden, dass für Asphaltbinder gemäß ZTV/St-Hmb. 92 eine Zugabemenge von 25 Gew.-% Ausbauasphalt (Fräsasphalt) zugelassen werden sollte.             

Anmerkung:

Gegen eine Kostenerstattung kann das vollständige Gutachten zur Verfügung gestellt werden:

Bis zu 10 Seiten………35,00 €
Bis zu 20 Seiten………55,00 €
Über 20 Seiten….…….75,00 €

Brech- u. Siebanlage Fräse_2
Mischwerke Probenart Proben-Nr. Befund-Nr.
Asphalt-Splitt-Werk Altona
(ASPA) 
Asphaltbinder 0/22
Asphaltbinder 0/22 + 20 %
Asphaltbinder 0/22 + 30 %
Asphaltbinder 0/22 + 40 %
1
2
3
4
101090
101190
101290
101390
Heilith und Wörner
Mischwerk Kellinghusen
(H+W)
Asphaltbinder 0/22
Asphaltbinder 0/22 + 20 %
Asphaltbinder 0/22 + 30 %
Asphaltbinder 0/22 + 40 %
1
2
3
4
101590
101690
101790
101890
Asphaltmischwerk Peute
(STRABAG AG)
Asphaltbinder 0/22
Asphaltbinder 0/22 + 20 %
Asphaltbinder 0/22 + 30 %
Asphaltbinder 0/22 + 40 %
1
2
3
4
106890
106990
107090
107190
Hamburger Asphaltmischwerke
(HAM)
Asphaltbinder 0/22
Asphaltbinder 0/22 + 20 %
Asphaltbinder 0/22 + 30 %
Asphaltbinder 0/22 + 40 %
1
2
3
4
113190
113290
113390
113490