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1993-3

Fachtechnische Stellungnahme zum Einfluss von Fräsasphalt auf das Verformungsverhalten von ABI 0/16 "HS" (Hansa-Bau-Labor, Dr. Michalski).

Aufgabenstellung:

                                         1  Einleitung

                                         2  Messergebnisse

                                         3  Beurteilung der Messergebnisse

                                         3.1      Beurteilung der Raumdichten von Probekörpern für den Spurbildungstest

                                         3.2      Beurteilung der Raumdichten von Probekörpern nach Marshall

                                         3.3      Beurteilung der Verdichtungsgrade

                                         3.4      Beurteilung der Spurbildungstest-Ergebnisse

                                         4  Allgemeine Angaben (siehe Dokument 1993-2)

                                         5  Zusammenfassung

Zusammenfassung:

Der VSVA hat Praxisversuche zur Bestimmung der Auswirkung von Fräsasphaltanteilen im ABI 0/16 "HS" auf das Verformungsverhalten durchgeführt. Hierzu wurde Fräsasphalt, bestehend aus Gussasphalt und Asphaltbinder, zu hochstandfesten ABI 0/16 zugesetzt. Die Massenanteile an Fräsasphalt betrugen 20 % und 40 %. Die Versuche fanden in vier Mischgutwerken statt.

Zur Bestimmung des Einflusses des Fräsgutes auf die Standfestigkeit wurden Proben aus hochstandfesten Bindern mit und ohne Fräsasphaltzusatz entnommen und in Spurbildungsgeräten im Hansa-Bau-Labor und im Nordlabor getestet.
Die Probekörperherstellung erfolgte im Hansa-Bau-Labor durch Stampfverdichtung. Im Nordlabor wurde ein Walzverdichtungsgerät verwendet.

Die Versuche haben gezeigt, dass

            die Art der Probekörperherstellung keinen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse des Spur-              bildungstestes ausübt,

            die Ergebnisse, ermittelt in zwei Prüstellen, vergleichbar sind,

            bei allen untersuchten hochstandfesten Asphaltbindern im Ausgangszustand (kein Fräsgutanteil)
             die Spurtiefe deutlich unter dem Richtwert von 3,5 mm gelegen hat,

            durch die Zugabe von 40 % Fräsgut aus Gussasphalt und Asphaltbinder zum ABI 0/16 die Stand-              festigkeit nur wenig verändert wurde,

            unabhängig vom Fräsgutanteil bei allen Proben ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen
             der gemessener Spurtiefe und dem Grenzwert bestand.

Verallgemeinert kann gesagt werden, dass unter vergleichbaren Bedingungen vergleichbares Fräsgut, vergleichbares Ausgangsmischgut, ein hochstandfester Binder bis zu 40 % Fräsasphalt enthalten kann, ohne Gefahr zu laufen, den Grenzwert der Spurtiefe nach der ZTV/St-Hmb. 92 von 4,5 mm zu überschreiten.
Zur Vermeidung von Risiken ist es zu empfehlen, bei einem Einsatz größerer Anteile, beispielsweise 40 %,
an Fräsasphalt, den Richtwert für die Spurtiefe auf 3,0 mm zu ermäßigen.

Anmerkung:

Gegen eine Kostenerstattung kann das vollständige Gutachten zur Verfügung gestellt werden:

Bis zu 10 Seiten………35,00 €
Bis zu 20 Seiten………55,00 €
Über 20 Seiten….…….75,00 €

Brech- u. Siebanlage Fräse_2